HL. MARGARETA (Marina) von Antiochien
Gedenktag: 20. Juli
Name bedeutet: die Perle (griech.)
Margareta - in der Ostkirche ist Marina der gebräuchliche Name - ist eine legendäre
Märtyrerin. Sie soll aus Antiochia in Pisidien gestammt haben und Tochter eines
heidnischen Priesters gewesen sein. Die christliche Amme erzog sie zum Glauben;
der Vater verstieß seine Tochter, als er dies bemerkte und denunzierte sie beim
Stadtpräfekten. Sie floh, wurde aber gefunden und vor Gericht gestellt; die
Richter begehrten die hübschen Angeklagte, wurden aber von ihr abgewiesen und
rächten sich umso grausamer. Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem
Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Das Volk war von diesen Wundern dermaßen
beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum Christengott bekannten - dafür
aber gleich geköpft wurden wie schließlich auch Margareta.
Nach anderer Überlieferung sah der Stadtpräfekt Olybrius Margareta Schafe hüten
und begehrte die schöne christliche Jungfrau. Da sie sich standhaft weigerte,
ließ er sie mit eisernen Kämmen reißen, mit Fackeln brennen und ins Gefängnis
werfen. Mehrfach erschien ihr der Versucher als ein riesiger Drache und wand
sich um sie, um sie zu verschlingen, aber er wurde zerbrochen durch das das
Kreuzzeichen, das Margareta über ihn machte, sie entkam seinen Krallen unbeschädigt.
Immer wieder wurde sie von den bei ihren Marter erlittenen Wunden wundersam
gesund, das Volk erkannte dies, viele ließen sich daraufhin taufen. Schließlich
zur Richtstätte geführt, betete sie vor ihrer Enthauptung für ihre Verfolger
und alle, die in Zukunft ihr Gedächtnis anrufen würden, besonders die Frauen
in Kindsnöten.
Mit Barbara und Katharina von Alexandria gehört sie zu den beliebten Nothelferinnen;
gemeinsam mit Dorothea sind sie die vier "Virgines capitales", "die wichtigsten
Jungfrauen". Für Bauern begann am Margaretentag früher die Ernte.
Attribute: kleines Kreuz, Drache, Fackel
Patronin der Bauern, Jungfrauen, Ammen, Mädchen, Gebärenden, unfruchtbaren
Ehefrauen; der Fruchtbarkeit; bei schweren Geburten, Gesichtskrankheiten und
Wunden; gegen Unfruchtbarkeit